//Kolumne: Schwänzen verboten

Kolumne: Schwänzen verboten

Schon der vierte Lauftreff – und für einen kurzen Moment wollte der innere Schweinehund die Oberhand gewinnen und zum Schwänzen anstiften. Da ich aber in dieser Woche die Ehre habe, meinen Abi-gestressten Kollegen Filip Donth in Sachen Kolumne zu vertreten, war wegbleiben keine Option (von dieser Stelle aus viel Erfolg für die Prüfungen!).

Nach einer Tasse Kaffee und einer kleinen Schüssel Porridge wurde die Motivation schon größer, und auf dem Weg zum Jahnstadion stellte sich dann endgültig die Vorfreude ein. Angenehmes Laufwetter ohne Regen, viele nette “Mitläufer“ und die Aufteilung der großen Einsteiger-Laufgruppe in eine schnellere und eine langsamere verhießen eine zufriedenstellende Trainingseinheit. Und so war es dann auch. Nachdem sich beim vorherigen Lauftreff die Gruppen sehr zerfasert hatten, blieben dieses Mal die Teilnehmer mit ähnlicher Geschwindigkeit bei ihren Trainern. Die Walking-Einheit, die für die Lauf-Einsteiger noch für eine ganze Weile anschließend an die Mobilisations- und Stabilisations-Übungen auf dem Plan steht, war gut zu bewältigen. Man konnte plaudern und es kam natürlich auch die vergangene Trainingswoche auf‘s Tapet.

Die hatte ich zum ersten Mal genau nach Vorgabe absolviert – was wahrscheinlich nicht immer klappen wird. Termine am späten Nachmittag – meiner Lauf geht‘s-Zeit – bringen den Plan schnell durcheinander. Aber nach Lauf-Erfahrungen aus den Vorjahren ist mir die Einhaltung der Trainingseinheiten inklusive der Mobi- und -Stabilisations-Übungen wichtig, um eben Wadenzerrungen oder Achillessehnenreizungen zu vermeiden. Und bisher traten keine größeren Unpässlichkeiten außer Muskelkater auf.

Der viermal zu absolvierende Fünf-Minuten-Lauf des vierten Lauftreffs war ebenfalls gut zu schaffen, allerdings noch mit Einschränkungen bei der „richtigen“ Form des Atmens: durch die Nase ein- und durch den Mund ausatmen. Da siegte der Überlebensaspekt beim Luftholen – so viel wie möglich schnell in die Lunge. Um einen Kollegen zu zitieren: „Erst muss es funktionieren, dann machen wir es schön“ – mit fortschreitendem Trainingszustand wird sich auch die richtige Form der Atmung beim Laufen einüben lassen.

Nach Abschluss des Trainings fuhr ich dann mit der Gewissheit nach Hause, dass das Laufen in der Gruppe einfach Spaß macht, motiviert und ich bestimmt auch am kommenden Sonntag den inneren Schweinehund überwinden werde.

Ihre Ulla Wolters, Redaktionsassistentin beim Göttinger Tageblatt. Lauf-Wieder-Einsteigerin nach längerer Unterbrechung, außerdem wander- und tanzfreudig.

2019-04-03T13:28:23+00:00