//Kolumne: Mit ‘nem Zweiten läuft man besser

Kolumne: Mit ‘nem Zweiten läuft man besser

Laufen ist ein Einzelsport. Stundenlang läuft man rum – allein. Die einzigen Menschen, die einem begegnen, sind Gassigänger, die gemütlich spazieren, oder andere Läufer, die dann auch noch schneller sind, als man selbst. Beides ist nicht wirklich motivierend. So war lange Zeit mein Bild vom Laufen. Deshalb konnte und wollte ich mich nicht aufraffen, um die Laufschuhe zu schnüren.
Als Handballer bin ich Mannschaftssportler. Das lässt sich eigentlich kaum vereinbaren mit der Solonummer Laufen. So habe ich auch meine anfänglichen Zweifel hinsichtlich einer Teilnahme bei Lauf geht’s begründet. Seit die Aktion nun aber rund neun Wochen Teil meines Alltags ist, weiß ich: Doch, es geht. Laufen und der Teamgedanke lassen sich verbinden.

Zwar geht man zum Beispiel beim wöchentlichen Lauftreff am Sonntag nicht als Mannschaft im eigentlichen Sinne an den Start. Aber man bildet eine Trainingsgemeinschaft, läuft in der Gruppe, unterhält sich, tauscht Erfahrungen aus, motiviert sich gegenseitig. Von Alleinsein keine Spur. Der Lauftreff ist damit, abgesehen von der Uhrzeit, meine Lieblingseinheit der Trainingswoche.
Und so habe ich mir auch für die weiteren Trainingseinheiten unter der Woche Laufpartner aus meinem Freundeskreis gesucht, damit es beim Kilometer-Jagen nicht langweilig wird. Diese Laufpartner machen zwar nicht bei Lauf geht’s mit, nutzen aber gerne die Gelegenheit, mehr Sport zu treiben. Eine Win-Win-Situation.

Zusammen zu laufen hat in meinen Augen viele Vorteile: Der innere Schweinehund ist leichter zu überwinden, denn man kontrolliert sich gewissermaßen gegenseitig. Die Zeit vergeht schneller, während man sich unterhält. Und es macht insgesamt einfach mehr Spaß.

Einige Mitstreiterinnen und Mitstreiter bei Lauf geht’s haben bereits Chatgruppen eingerichtet, um sich für weitere Läufe unter der Woche zu verabreden. Jedem, der sich schwertut, alleine loszulaufen, kann ich das nur empfehlen. Ein oder mehrere Laufpartner helfen. Mit ‘nem Zweiten läuft man am Ende einfach besser!

Tageblatt-Mitarbeiter Filip Donth ist eigentlich Handballer und hat bislang wenig Erfahrungen mit dem Laufen über längere Distanzen gesammelt. Bei „Lauf geht’s“ möchte der 18-Jährige ein neues Verhältnis zum Laufsport entwickeln. An dieser Stelle berichtet er wöchentlich von seinen Erfahrungen.

2019-05-07T08:41:16+00:00