//Kolumne: Laufen wie Löw

Kolumne: Laufen wie Löw

Auch am vergangenen Wochenende konnte ich mich in sportlicher Hinsicht mal wieder nicht über zu wenig Abwechslung beklagen: Mit meiner Mannschaft war ich zum Beachhandballspielen am Weißenhäuser Strand. Laufen im Sand stand also auf dem Programm.

Zum einen war das sehr angenehm, bei Sonnenschein, barfuß, mit Blick auf das Meer zu laufen. Zum anderen war es aber auch ordentlich anstrengend. Im Sand sinkt man schneller ein, jeder Schritt erfordert mehr Kraft als normalerweise, die Bein- und Fußmuskulatur wird stärker beansprucht. Der Trainingseffekt ist dadurch um ein Vielfaches höher.

Dennoch kann ich jeden, der in den kommenden Wochen möglicherweise in den Urlaub an die See aufbricht, nur ermuntern, einen Strandlauf zu absolvieren. Klar, der Halbmarathon wird auf Asphalt gelaufen. Aber Strandläufe haben sich als Trainingsmethode im Laufsport seit Jahrzehnten bewährt. Durch Sand- und Dünenläufe wurde in den 60er-Jahren sogar Olympiagold gewonnen, las ich erst kürzlich.

Auch der Fußball-Bundestrainer setzt darauf, wie die Fernsehbilder vom joggenden Jogi am Strand in Brasilien 2014 belegt haben. Also, alle, die die Möglichkeit haben: Auf den Sand, fertig, los – Laufen wie Löw!

Info zum Autor: Tageblatt-Mitarbeiter Filip Donth ist eigentlich Handballer und hat bislang wenig Erfahrungen mit dem Laufen über längere Distanzen gesammelt. Bei „Lauf geht’s“ möchte der 18-Jährige ein neues Verhältnis zum Laufsport entwickeln. An dieser Stelle berichtet er wöchentlich von seinen Erfahrungen.

2019-06-19T08:35:45+00:00